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Maschen gleichmäßig zunehmen und abnehmen – Rechner
Du sollst „gleichmäßig 12 Maschen zunehmen" – aber wo genau? Statt zu raten und am Ende eine schiefe Reihe zu haben, gibst du hier einfach deine Ausgangs- und Zielmaschenzahl ein. Der Rechner teilt die Maschen für dich in saubere Gruppen auf und sagt dir Masche für Masche, wann du zu- oder abnimmst.
Gleichmäßig gerechnet. Für einen symmetrischen Rand kannst du vorne und hinten je eine halbe Gruppe ohne Zu-/Abnahme lassen.
Wofür du gleichmäßiges Zu- und Abnehmen brauchst
Viele Anleitungen schreiben lapidar „in der nächsten Reihe gleichmäßig verteilt 12 Maschen zunehmen". Genau hier scheitern viele, weil unklar ist, in welchen Abständen die Zu- oder Abnahmen sitzen sollen. Dabei steckt fast jedes Strickstück voller solcher Stellen:
- Ärmel: von der Achsel zum Handgelenk regelmäßig schmaler werden lassen.
- Taille: einen Pullover oder ein Kleid figurbetont einarbeiten und wieder ausstellen.
- Mützenabnahme: die Maschen zur Spitze hin gleichmäßig zusammenführen.
- Passe und Bündchen: nach dem Rippenbund auf die gewünschte Körperweite kommen.
Sobald die Maschenzahl nicht glatt aufgeht, hilft dir die rechnerische Verteilung – damit das Gestrick eben bleibt und keine sichtbaren Stufen entstehen.
So funktioniert die Verteilung
Der Rechner braucht nur zwei Zahlen: die Ausgangsmaschen A (was jetzt auf der Nadel liegt) und die Zielmaschen B (was du erreichen willst). Die Differenz ergibt die Anzahl der Zu- oder Abnahmen D. Danach werden deine A Maschen in D Gruppen aufgeteilt: q ist A geteilt durch D (abgerundet), und der Rest r sagt dir, wie viele Gruppen eine Masche länger sind. So bekommst du r Gruppen mit (q+1) Maschen und (D − r) Gruppen mit q Maschen.
Beispiel Zunehmen: 88 auf 100 Maschen
Das sind 12 Zunahmen. 88 geteilt durch 12 ergibt q = 7, Rest 4. Also: 4× (8 Maschen stricken, dann 1 Zunahme) und danach 8× (7 Maschen stricken, dann 1 Zunahme). Macht zusammen 88 gestrickte Maschen plus 12 neue – exakt 100.
Beispiel Abnehmen: 120 auf 96 Maschen
Das sind 24 Abnahmen. 120 geteilt durch 24 ergibt q = 5. Beim Abnehmen strickst du je Gruppe 2 Maschen zusammen (k2tog): „3 Maschen stricken, 2 zusammen" – das 24-mal wiederholen. Aus 120 werden so sauber verteilt 96 Maschen.
Den Rechner oben füllst du einfach mit deinen eigenen Zahlen – die fertige Reihenfolge bekommst du sofort ausgegeben. Sieh das Ergebnis als Richtwert: Es ist ein Hilfsmittel, kein starres Gesetz.
Tipps für ein sauberes Ergebnis
- Rand und Symmetrie: Lass am Anfang und Ende der Reihe je eine halbe Gruppe ohne Zu- oder Abnahme. So liegen die Übergänge nicht direkt an der Naht und das Bild wirkt symmetrisch.
- Auf den Rapport achten: Strickst du ein Muster, sollten die Zu-/Abnahmen möglichst nicht mitten in einen Musterrapport fallen – sonst gerät das Muster aus dem Takt.
- Vorher messen: Stimmt deine Ausgangsmaschenzahl überhaupt? Prüf das lieber zuerst mit dem Maschenprobe-Rechner, damit die berechnete Weite am Ende auch passt.
Willst du von Zentimetern auf Maschen kommen oder eine Anleitung auf deine eigene Größe umrechnen, hilft dir die Seite zum Anleitung-Umrechnen weiter.
Häufige Fragen
Was bedeutet "gleichmäßig zunehmen" in einer Anleitung?
Es heißt, dass die Zunahmen in möglichst gleichen Abständen über die ganze Reihe verteilt werden, statt sie an einer Stelle zu häufen. So bleibt das Gestrick eben und es entstehen keine sichtbaren Falten oder Stufen. Der Rechner teilt deine Maschen dafür automatisch in gleich große Gruppen.
Brauche ich Ausgangs- und Zielmaschen oder die Anzahl der Zunahmen?
Du gibst Ausgangsmaschen (was jetzt auf der Nadel liegt) und Zielmaschen (was du erreichen willst) ein. Die Anzahl der Zu- oder Abnahmen ist einfach die Differenz und wird vom Rechner selbst ermittelt – du musst sie nicht vorher ausrechnen.
Wie nehme ich beim Abnehmen konkret ab?
Pro Gruppe strickst du zwei Maschen zusammen (k2tog). Bei 120 auf 96 Maschen ergibt das zum Beispiel die Anweisung "3 Maschen stricken, 2 zusammen", 24-mal wiederholt. Genau diese Reihenfolge bekommst du nach Eingabe deiner Zahlen ausgegeben.
Geht die Verteilung immer glatt auf?
Nicht immer – wenn die Maschenzahl nicht ohne Rest teilbar ist, sind ein paar Gruppen eine Masche länger als die anderen. Das ist normal und im Gestrick nicht zu sehen. Der Rechner verteilt diese Restmaschen automatisch sinnvoll.