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Socken stricken: Maschen berechnen Schritt für Schritt
Veröffentlicht: 26. Juni 2026 · Aktualisiert: 6. August 2026
Bevor du den ersten Sockenfaden anschlägst, stellt sich die wichtigste Frage: Wie viele Maschen brauchst du eigentlich? Mit deiner Maschenprobe, dem Fußumfang und einer kleinen Portion Negativ-Ease kommst du in zwei Minuten auf deine persönliche Zahl – ganz ohne Bauchgefühl.
Warum die Maschenzahl bei Socken so entscheidend ist
Eine Socke muss eng am Fuß sitzen, sonst rutscht sie oder wirft Falten. Deshalb gilt: Lieber etwas zu eng als zu weit. Genau das erreichst du, indem du den gemessenen Fußumfang nimmst und davon ein kleines Stück abziehst – den sogenannten Negativ-Ease. Die elastische Maschenstruktur dehnt sich beim Tragen und schmiegt sich an.
Damit du verlässlich rechnen kannst, brauchst du zwei Dinge: deine Maschenprobe und den Fußumfang. Den Umfang misst du mit einem Maßband an der breitesten Stelle des Fußes, locker, ohne einzuschnüren.
Die Formel: Socken stricken und Maschen berechnen
Die Grundformel ist dieselbe wie beim Anschlag jedes Strickstücks – nur mit dem Fußumfang als Maß:
- Maschen = (Maschen pro 10 cm ÷ 10) × Fußumfang in cm
- Davon rund 10 % Negativ-Ease abziehen.
- Auf eine durch 4 teilbare Zahl runden (wichtig fürs Nadelspiel mit vier Maschengruppen).
Die Maschenprobe ist die Basis von allem. Stricke ein kleines Probestück im geplanten Muster und zähl aus, wie viele Maschen auf 10 cm fallen. Wenn du dabei Hilfe brauchst, nutz den Maschenprobe-Rechner.
Ein durchgerechnetes Beispiel
Angenommen, deine Maschenprobe ergibt 30 Maschen pro 10 cm, und dein Fußumfang beträgt 22 cm:
- (30 ÷ 10) × 22 = 3 × 22 = 66 Maschen
- 10 % Negativ-Ease abziehen: 66 − 6,6 ≈ 59 Maschen
- Auf durch 4 teilbar runden: 60 Maschen
Du schlägst also 60 Maschen an und verteilst sie auf vier Nadeln (je 15 Maschen). Das passt zur Faustregel für Damensocken – ein gutes Zeichen, dass deine Rechnung stimmt.
Typische Maschenzahlen bei 4-fädigem Sockengarn
Mit klassischem 4-fädigem Sockengarn (Fingering, 200–230 m pro 50 g) und einer Maschenprobe um die 30 Maschen auf 10 cm landest du bei diesen bewährten Richtwerten:
| Größe | Maschenzahl (durch 4 teilbar) |
|---|---|
| Kinder | 44–56 Maschen |
| Damen | ca. 60 Maschen |
| Herren | 64–72 Maschen |
Diese Zahlen sind Richtwerte. Strickst du fester oder lockerer, verschiebt sich das Ergebnis – deshalb schlägt deine eigene Maschenprobe jede Tabelle.
Welche Nadelstärke für Socken?
Für 4-fädiges Sockengarn nimmst du ein Nadelspiel von 2,0–3,0 mm, am häufigsten 2,5 mm. Sockengarn wird bewusst fester gestrickt als zum Beispiel ein Pullover, damit das Maschenbild dicht ist und nicht so schnell durchscheuert.
Bekommst du bei der Maschenprobe zu wenige Maschen auf 10 cm, nimm eine dünnere Nadel; sind es zu viele, eine dickere. Eine Übersicht aller Stärken findest du in der Nadelstärken-Tabelle.
Wie viel Garn brauchst du?
Für ein Paar Socken rechnest du mit folgenden Richtwerten (mittelstarkes Sockengarn, plus etwa 10 % Reserve):
- Gr. 36–39: ca. 350 m
- Gr. 40–46: ca. 450 m
- Kindersocken: ca. 150 m
Das sind Schätzwerte – Schaftlänge und Muster verändern den Bedarf. Deine konkrete Menge ermittelst du im Wollmengen-Rechner.
Jetzt deine Zahl bestimmen
Du hast Maschenprobe und Fußumfang? Dann rechne deine konkrete Maschenzahl im Maschenprobe-Rechner aus – inklusive Anschlag und Negativ-Ease – und leg direkt mit deinem ersten Sockenpaar los.
Häufige Fragen
Wie viele Maschen für Damensocken anschlagen?
Bei 4-fädigem Sockengarn und einer Maschenprobe um 30 Maschen auf 10 cm sind etwa 60 Maschen üblich. Rechne aber besser deinen Fußumfang × Maschenprobe minus rund 10 % Negativ-Ease und runde auf eine durch 4 teilbare Zahl.
Warum muss die Maschenzahl durch 4 teilbar sein?
Beim Stricken mit dem Nadelspiel verteilst du die Maschen auf vier Nadeln. Eine durch 4 teilbare Zahl lässt sich gleichmäßig aufteilen und erleichtert Ferse und Spitze.
Welche Nadelstärke nimmt man für Sockengarn?
Für 4-fädiges Sockengarn passt ein Nadelspiel von 2,0 bis 3,0 mm, meist 2,5 mm. Socken werden bewusst fest gestrickt, damit das Maschenbild dicht und strapazierfähig ist.
Was bedeutet Negativ-Ease bei Socken?
Negativ-Ease heißt, dass die Socke etwas enger ist als der gemessene Fußumfang – meist rund 10 %. So sitzt sie faltenfrei und rutscht nicht, weil sich das Gestrick beim Tragen dehnt.