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Maschen gleichmäßig abnehmen: So verteilst du Abnahmen richtig

Veröffentlicht: 28. August 2026

„12 Maschen gleichmäßig verteilt abnehmen“ – solche Angaben stehen in fast jeder Anleitung, aber wie man sie umsetzt, verraten sie selten. Mit einer kleinen Formel verteilst du deine Abnahmen sauber über die Reihe, ganz ohne Raten – und ohne dass sich das Strickstück an einer Stelle zusammenzieht.

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Die Grundformel: Abnahmen in einer Reihe verteilen

Du hast eine bestimmte Maschenzahl auf der Nadel und sollst davon mehrere Maschen in einer Reihe abnehmen – gleichmäßig verteilt. Die Rechnung dahinter ist zum Glück simpel:

Ein Beispiel: Du hast 96 Maschen und sollst 8 Maschen abnehmen. 96 ÷ 8 = 12, also arbeitest du in 12er-Gruppen: 10 Maschen stricken, 2 rechts zusammenstricken – und das 8-mal. Am Ende der Reihe sind es 88 Maschen, und keine Abnahme sitzt direkt neben der anderen.

Rand-Tipp: Beginne mit einer halben Gruppe, damit keine Abnahme direkt an der Kante liegt – also: 5 Maschen stricken, dann 7-mal „2 zusammenstricken, 10 Maschen“, zum Schluss 2 zusammenstricken und 5 Maschen stricken. Gleiche Rechnung, schönerer Rand.

Geht die Teilung nicht glatt auf, ist das kein Drama: Verteil den Rest als zusätzliche Maschen an den Reihenanfang und das Reihenende. Bei 100 Maschen und 8 Abnahmen (100 ÷ 8 = 12,5) strickst du zum Beispiel an beiden Rändern je 2 Maschen mehr – vor der ersten und nach der letzten Abnahme.

Wo Abnahmen typischerweise vorkommen

Anleitungs-Deutsch entschlüsseln: „in jeder 4. Reihe 6 x 1 M abnehmen“

Anleitungen – etwa im Stil von DROPS – verteilen Abnahmen oft nicht in einer Reihe, sondern über die Höhe des Strickstücks. Eine Angabe wie „in jeder 4. Reihe 6 x 1 Masche beidseitig abnehmen“ heißt übersetzt:

Willst du so eine Angabe an deine eigene Reihenzahl anpassen (weil deine Maschenprobe von der Anleitung abweicht), rechnest du umgekehrt: verfügbare Reihen ÷ Anzahl der Abnahmen = Abstand. Hast du z. B. 40 Reihen Platz für 8 Abnahmen, nimmst du in jeder 5. Reihe ab. Wie du eine komplette Anleitung auf deine Maschenprobe umrechnest, zeigt der Ratgeber Maschenprobe stimmt nicht – was tun?

Welche Abnahme-Technik wofür?

Fürs gleichmäßige Verteilen in einer Reihe reicht das simple Rechts-Zusammenstricken völlig. An sichtbaren Kanten (Raglan, Mützenkrone) lohnt sich der Blick auf die Neigung:

Setzt du beide spiegelbildlich ein, laufen die Abnahmelinien sauber aufeinander zu – das bekannte Raglan-Muster.

Oder einfach den Rechner machen lassen

Wenn du weder teilen noch runden willst: Unser Zunahmen- und Abnahmen-Rechner verteilt deine Abnahmen automatisch. Du gibst die aktuelle Maschenzahl und die Zielzahl ein und bekommst die fertige Strickanweisung – inklusive Umgang mit krummen Resten. Für den umgekehrten Fall, das gleichmäßige Zunehmen, findest du die ausführliche Erklärung im Ratgeber Maschen gleichmäßig zunehmen.

Häufige Fragen

Wie rechne ich „Maschen gleichmäßig verteilt abnehmen“ aus?

Teile deine aktuelle Maschenzahl durch die Anzahl der Abnahmen – das ergibt die Gruppengröße. In jeder Gruppe strickst du die letzten 2 Maschen zusammen. Beispiel: 96 Maschen, 8 Abnahmen, also 12er-Gruppen: 10 Maschen stricken, 2 zusammenstricken, 8-mal wiederholen.

Was bedeutet „in jeder 4. Reihe 6 x 1 Masche abnehmen“?

Du nimmst insgesamt 6-mal je 1 Masche ab, und zwischen zwei Abnahme-Reihen liegen 3 Reihen ohne Abnahme. Insgesamt brauchst du dafür 24 Reihen. Steht „beidseitig“ dabei, nimmst du in jeder Abnahme-Reihe an beiden Rändern ab.

Was ist der Unterschied zwischen Zusammenstricken und überzogenem Abnehmen?

Beim Rechts-Zusammenstricken neigt sich die Abnahme nach rechts, beim überzogenen Abnehmen nach links. Fürs unauffällige Verteilen in der Reihe ist das egal – an sichtbaren Kanten wie Raglanlinien setzt man beide spiegelbildlich ein.

Kann ich die Verteilung auch automatisch berechnen lassen?

Ja. Der Zunahmen- und Abnahmen-Rechner auf dieser Seite verteilt die Abnahmen für dich: aktuelle Maschenzahl und Zielzahl eingeben, fertig ist die Strickanweisung – auch wenn die Teilung nicht glatt aufgeht.

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