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Maschenprobe messen – Schritt für Schritt
Die Maschenprobe entscheidet, ob dein fertiges Stück passt. Sie kostet zehn Minuten – und spart im Zweifel ein ganzes, zu kleines oder zu großes Projekt.
Was ist eine Maschenprobe?
Eine Maschenprobe ist ein kleines Probestück, an dem du zählst, wie viele Maschen und Reihen bei deinem Garn, deiner Nadel und deiner Strickspannung auf 10 cm kommen. Genau dieselbe Garn-Nadel-Kombination kann bei zwei Personen unterschiedlich ausfallen – deshalb ist die Probe persönlich und durch nichts zu ersetzen.
So gehst du vor
1. Probestück stricken
Schlag so viele Maschen an, dass dein Probestück mindestens 15 × 15 cm groß wird, und stricke im geplanten Muster. Ein größerer Rand drumherum macht das Auszählen leichter, weil die Randmaschen verzerren.
2. Behandeln wie das fertige Stück
Wasch oder spann das Probestück so, wie du auch dein fertiges Teil behandeln wirst. Viele Garne „blühen“ erst nach dem ersten Wässern auf und verändern dabei die Maschenprobe spürbar.
3. Auszählen über 10 cm
Leg ein Maßband oder Lineal flach in die Mitte des Stücks. Zähle die Maschen über 10 cm (waagerecht) und die Reihen über 10 cm (senkrecht). Halbe Maschen ruhig mitzählen – sie machen bei großen Teilen einen Unterschied.
Und jetzt rechnen
Mit diesen beiden Zahlen berechnest du im Maschenprobe-Rechner sofort, wie viele Maschen du für deine Wunschbreite anschlagen musst. Weicht deine Probe von der Anleitung ab, rechnest du die Anleitung mit dem Rechner zum Umrechnen von Anleitungen auf deine Werte um.
Häufige Stolperfallen
- Zu klein gemessen: Über nur 5 cm zu zählen verdoppelt jeden Zählfehler. Immer über 10 cm.
- Randmaschen mitgezählt: Die verziehen sich – nur im ruhigen Mittelfeld zählen.
- Vor dem Waschen gezählt: Erst behandeln, dann zählen.
- Falsche Nadel: Zu wenige Maschen auf 10 cm → dünnere Nadel, zu viele → dickere Nadel.